Diese Zeilen haben mich berührt – via @StieglerThomas https://thomasstieglerblog.wordpress.com/

„Früher, da hätte ich sie gepflückt, diese Veilchen.“ Menschen wie mich nennt man abfällig Träumer. Oder Versager. Aus der Zeit gefallen. Alt und verbraucht. Aber wenn man älter wird, wenn man aufmerksam durch die Welt geht und ein paar Dinge verstanden hat, dann verändert das einen Menschen. Dann braucht man Dinge nicht mehr […]

über „Früher, da … — Thomas Stiegler

Ein sehr schöner Gedanke von @Jack__Hanson, der mir aus der Seele spricht, denn das Beste, was wir haben, ist unser Leben

Es dreht sich alles um das Beste. Alles muss optimiert sein. Besser. Glänzender. Ein jeder von uns muss stärker, schöner, lauter, leiser, glücklicher, reicher, gesünder, besser sein als alle anderen. Wir müssen das beste Haus, das beste Auto, den besten Job, das höchste Gehalt haben. Wir müssen uns optimieren. Stichwort Nachhaltigkeit. Nein, müssen wir nicht. […]

über Optimal — Wegmarken

Was sich bei mir verändert hat, 12 Jahre nach Ausbruch der schweren Depression

Dass ich jetzt nicht erst aufzähle, wie schlimm es damals war, gehört mit zu meiner Veränderung. Ich will in dem Schmerz nicht mehr bohren, mich darin suhlen weil es so ein ’schönes‘,  gewohntes Gefühl ist. Ich möchte nach vorne schauen. Mich auf das JETZT und auch die Zukunft freuen.

Wenn ich jedoch gefragt werde, wie es war mit einer schweren Depression zu leben, bin ich gerne bereit darüber zu sprechen. Doch nicht, um diesen Schmerz und was dazu führte, immer und immer wieder zu durchleben.

Ich bin nach wie vor mein schärfster Kritiker. Doch nutze ich diese Wesensart heute (meistens) anders. Ich hinterfrage meine – falsch erlernten – Muster.  Muster, die sich in meiner Kindheit und Jugend entwickelten. Ich nutze sie um zu hinterfragen ob die schlechten Gefühle, die sich immer mal wieder einschleichen, berechtigt sind und ob sie gerecht sind. Ob sie wahr sind oder nur Ergebnis der Depression, die einem Lügen erzählen will. Z. B. dass einen niemand liebt, dass man wertlos ist, nicht genug, nicht gut genug, nicht liebenswert usw. usw.

Ich frage mich, ob ich mich selbst an die Nase fassen muss oder ob ich zurecht auf jemanden sauer sein kann, der dieses Gefühl auslöste, weil er sich falsch verhielt. Manchmal bin ich da immer noch unsicher. Zum Glück habe ich heute Freunde, die rücksichtsvoll genug sind, mir ehrlich die Wahrheit zu sagen, ohne dabei absichtlich verletzend zu sein. Das erwarte ich von meinen Freunden auch. Ehrlichkeit. Klar tut die Wahrheit ab und zu weh. Aber das ist hin und wieder nötig um sich wieder ein Stück nach vorne zu bewegen. Und sie schätzen meine Ehrlichkeit. Wir spiegeln uns gegenseitig. Vorsichtig aber ehrlich.

Als mir das erste Mal klar wurde, wie ungerecht diese schlechten Gedanken denen gegenüber sind, die mich lieben, die mich vermissen würden, wenn ich nicht mehr da wäre, war ich wütend auf mich, habe mich geradezu dafür gehasst. Wieder so ein altes Muster. Heute sehe ich sie kommen und erkenne sie als Lüge. Ich habe das regelrecht trainiert, bis es zur Gewohnheit wurde, sie als Lüge zu erkennen, dagegen zu wirken, mich abzulenken.

Natürlich ist es nicht möglich, alle schlechten Phasen wegzudenken aber ich sehe sie anders. Diese Missstimmungen haben eine Ursache, die manchmal weit in der Vergangenheit liegen und durch aktuelle Ereignisse ausgelöst werden können. Das kann durch alles mögliche passieren. Ich weiß das, ich warte nicht darauf, rechne aber damit und kann es dadurch meistens auch besser aushalten. Es gibt aber auch Momente, in denen es mich überrollt. Das sind die schwierigsten.

Die Phasen kommen aber sie bleiben dadurch kürzer. Ich halte sie besser aus und erhole mich schneller. Die Depression wirkt immer noch wie ein Verstärker aller Gefühle. Das muss nicht immer negativ sein.

Was hat sich noch verändert?

Ich weiß heute ziemlich genau was ich will und lasse mich auch nicht durch Menschen ausbremsen, die das schlecht reden. Ich habe liebe neue Freunde gefunden, von den früheren ist niemand mehr übrig. Meine Veränderung ist u. a. dafür verantwortlich. Nicht jeder kann damit umgehen, wenn man plötzlich klar sagt, was man will und was nicht und sich nicht mehr gängeln lässt, sprich erwachsen geworden ist. Ich musste lernen, diese Dinge nicht zu schroff auszusprechen, um den Menschen in meinem Leben nicht vor den Kopf zu stoßen. Auch für sie war meine Veränderung schwer. Das darf man nicht vergessen. Und der Hang von einem Extrem ins andere zu verfallen ist verführerisch und nur natürlich. Das muss sich erst einpendeln.

Wenn es mich packt, gehe ich alleine auf Konzerte ohne gleichzeitig darüber traurig zu sein, dass ich alleine bin, weil es mir lieber ist alleine zu gehen, als jemanden dabei zu haben, der nur halbherzig mitgeht und mich spüren lässt, dass er nicht wirklich Spaß hat. Das bremst mich immer noch aus.

Ich probiere alles aus woran ich wirklich Spaß habe, egal wie gut ich darin bin. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man erkennt, dass man Dinge tun kann, einfach weil man Spaß daran hat ohne diesen Perfektionsanspruch zu haben. Natürlich gebe ich trotzdem mein Bestes aber wenn es nicht klappt… so what … dann mache ich was anderes. Das, woran ich am meisten Spaß habe, da bleib ich dran, wie z. B. das Singen im Chor.

Ein „das ist doch nichts für dich, das kannst du nicht“, bremst mich nicht mehr aus. Eher packt es meinen Ehrgeiz es trotzdem zu versuchen und es selbst herauszufinden, was ich kann und was nicht. Umso wertvoller war es damals, einen Freund zu haben, der mit Mut machte, als ich monatelang aus Angst nicht gut genug zu sein, vor mir her schob, mich in dem Chor zu bewerben, in dem ich nun seit fast 5 Jahren singe (unfassbar, 5! Jahre schon).

Woran ich noch arbeiten muss: 

Das unangenehme Gefühl loszuwerden, das sich immer noch in mir ausbreitet, wenn ich jemandem, den ich mag, nein sagen muss. Nein, ich kann dir nicht helfen, weil es gerade nicht geht. Nein, ich gehe da nicht mit, weil es mich nicht interessiert. Nein, ich gehe nicht mit spazieren, weil ich gerade faul sein will. Sich das zu erlauben fällt mir immer noch schwer. Weil ich doch so gerne helfe, anderen eine Freude mache. Ich erlaube mir beides. So wie mir gerade ist. Und ich habe gemerkt, echte Freunde akzeptieren das genauso, wie ich das akzeptiere. Ohne Vorwürfe, ohne beleidigt zu sein, ohne mir ein schlechtes Gewissen machen zu wollen.

Besonders schwer fällt es mir immer noch, meiner Familie (Eltern und Geschwistern) Grenzen zu setzen. Daran arbeite ich noch.

Ich hoffe, dass die Gedanken, dass ich zur Last falle wenn ich über das was mich bewegt spreche, irgendwann ganz verschwinden.

Danke für euer Interesse an meinen Gedanken.

Alles Liebe und viel Kraft für euch! ❤

Eure Silent Write

 

 

 

11 Fragen von @daretobemad an mich

1. Wovon handelt dein Blog und warum?

Mein Blog hat kein bestimmtes Thema. Im Blog lasse ich das raus, was nicht in 140 Zeichen passt aber unbedingt aus mir heraus will.

2. Was ist dein (geheimer) Traum?

Ich habe mir vor kurzem erst einen großen ‚geheimen‘ Traum erfüllt und mir ein Klavier gekauft. Wenn es klappt, nehme ich ab Herbst Klavierunterricht.

3. Welcher Glaubenssatz über dich steht dir am meisten im Weg?

Nicht gut genug zu sein.

3. Welche Superkraft hättest du gern?

Die Superkraft, dafür Sorgen zu können, dass es den Menschen, die mir am Herzen liegen, gut geht.

4. Was ist dein Mut-mach-Song?

Ich habe keinen. Mut bekomme ich nicht aus Liedern, sondern manchmal aus mir selbst oder durch Menschen, die mir nahe stehen.

5. Was ist das Beste, das dir in deinem Leben passiert ist?

Meine Kinder.

6. Was ist dir das Wichtigste im Leben?

Meine Kinder und dass es den Menschen, die mir wichtig sind, gut geht.

7. Was nervt dich ganz besonders?

Doppelmoral und Ungerechtigkeit.

8. Welche ist deiner Meinung nach die beste Erfindung aller Zeiten?

Abgesehen von medizinischen Dingen, die viele Menschenleben retten, das Internet. Abgesehen von meiner Familie hätte ich keinen der Menschen, die mir heute wichtig sind, kennen gelernt.

9. Wenn du eine Löffelliste* schreiben würdest, was würde als erster Punkt drauf stehen?

Wenn es nur um das geht, was ich selbst beeinflussen kann, dann würde als erstes Klavier spielen lernen drauf stehen.

(*Liste von Dingen, die man vor dem Tod unbedingt noch erleben möchte)

 10. Dein allerliebstes Lieblingsbuch?

Die Erzählungen und Märchen von Oscar Wilde. Ich bekam es im Alter von 8 Jahren geschenkt und hat mich in meiner Kindheit am meisten geprägt.

 

Ist Liebe bedingungslos?

Ich denke, grundsätzlich erst einmal ja, denn wenn man an die Liebe Bedingungen stellt, ist es keine Liebe sondern Berechnung. Dass ich den Kontakt zu dem Menschen aufrecht erhalte, den ich liebe, hängt davon ab, wie er mich behandelt. Die Bedingung für den Kontakt ist also Respekt. Respekt ist nicht die Bedingung dafür, was und ob ich etwas empfinde/liebe. Doch ich sollte mich fragen, wieso ich mich in jemanden verliebe, wenn er mich schlecht behandelt. Spätestens da stimmt wohl etwas nicht. Aber das ist ein anderes Thema, das ich hier nicht weiter ausführen will.

Ob ich liebe und wen, das suche ich mir nicht aus. Es passiert einfach und dann ist das Gefühl da und es scheint so, dass es auch nicht wieder weg geht, wenn es wirklich tief war. Und das ist tatsächlich oft unabhängig davon, wie man von dem, den man liebt, behandelt wird. Das schaltet die Liebe nicht ab. Für Gefühle gibt es keinen Schalter. Liebe endet auch nicht einfach, nur weil man sich trennt.

Ich bin außerdem der Meinung, dass man nicht unbedingt zurück geliebt werden muss. Das wäre wünschenswert, ist aber keine Bedingung. Solange es einem gut tut zu lieben, finde ich das vollkommen ok. Gut tut es oft dann, wenn man mindestens respektvoll behandelt wird. Wenn es den anderen kümmert, wie es einem geht, wie es bei Freundschaft der Fall ist. Ebenso eine Form von Liebe.

Es gab Menschen in meinem Leben, die behaupteten mich zu lieben, mich aber sehr schlecht behandelten. Und umgekehrt Menschen, die sagten, dass sie nicht dasselbe für mich empfinden wie ich für sie und trotzdem fühlte es sich sehr gut an. Viel besser als alles, was ich vorher erlebte.

Es geht also meiner Meinung nach nicht (unbedingt) darum, ob man zurück geliebt wird, sondern darum, wie man behandelt wird. Und ich denke, es ist auch eine Form von Liebe Menschen gut zu behandeln, die einem wichtig sind. Das schafft Vertrauen und Vertrauen ist immer eine gute Basis.

Schaden Menschen einem dauerhaft und nützen klärende Gespräche nichts, sollte man ernsthaft darüber nachdenken von diesen Menschen Abstand zu nehmen, bevor man daran zugrunde geht. Wann es Zeit dafür ist, muss jeder für sich selber entscheiden.

Bedingungslos zu lieben, bedeutet also nicht, sich bis zum Nervenzusammenbruch aufzuopfern. Das ist Abhängigkeit.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Ronald Dempfel, der mir die Verwendung seines wunderschönen Fotos als Beitragsbild erlaubte.

Danke fürs Lesen.

Eure

Silent Write

 

Wie geht es dir? …und andere Frechheiten.

Hier sollte ein ziemlich langer, aufgeregter Text darüber stehen, dass sich jemand darüber aufregt, wenn er gefragt wird, wie es ihm geht. Dass es ihn aggressiv macht und er deshalb am liebsten zuschlagen würde. Ich habe den ganzen Text wieder gelöscht.

Traurig so eine Aussage und dumm. Es gibt viele Menschen, die freuen sich, wenn sich jemand dafür interessiert, wie es ihnen geht und es gibt leider viele Menschen, die haben niemanden, der sich dafür interessiert.

Ich habe beschlossen mich nicht aufzuregen. Dank eines Freundes, der mich in sekundenschnelle erdete und mir klar machte, wie dumm es ist, sich über dummes aufzuregen.

Statt dessen möchte ich mich bedanken. Bei ihm, und bei den vielen Menschen in meiner Timeline, die sich noch über ehrliches Interesse freuen können. Die unterscheiden können. Die geduldig und unaufgeregt sind. Die nicht jedes Interesse als Angriff sehen.

Die sich dafür interessieren, wie es anderen geht. Bitte hört damit nicht auf.

Danke!

 

Übers Kämpfen, Verlieren und dass das alles völlig normal ist. Wenn man keine Depressionen hat.

Wer hat nicht schon mal an sich gezweifelt?
Wer hat nicht schon mal einen Kampf verloren?

Ich habe schon um vieles gekämpft und oft verloren. Vermutlich lag es manchmal daran, dass ich um das Falsche kämpfte. Wer weiß, vielleicht war es sogar gut, dass ich den Kampf verlor, auch, wenn es sich ganz sicher erst einmal nicht so anfühlte. Die Selbstzweifel waren groß. Ich war nicht gut genug, nicht intelligent genug, nicht hübsch genug, nicht interessant genug, nicht stark genug, nicht fröhlich genug, einfach nicht genug.

Das Ganze kann man hervorragend auf die Spitze treiben. Schließlich kann man bei sich selbst das Messer am besten ansetzen. Man kennt sich ja gut genug und weiß, wo es so richtig weh tut. Weh tun ist oft ein altbekanntes Gefühl. Die Depression ist dabei ein hervorragender Helfer. Sie wartet bloß auf diese schwachen Momente um sich darauf zu stürzen. Einem das Gefühl von Versagen einzureden. Sie steuert die Gedanken, die Gefühle und wenn es ganz schlimm kommt, auch die Taten. Alles wird verstärkt. Die Trauer, die Wut, Hass gegen sich selbst, Verachtung über das eigene Versagen, nichts richtig machen zu können, das ganze Gefühlsleben gerät aus den Fugen. Wenn die Gefühle einen dann so überschwemmen, dass man sie nicht mehr aushält, rettet man sich in die Gefühllosigkeit. Starrt nur noch vor sich hin, bekommt nichts mehr mit. Tunnelblick. Jeder Einfluss von außen überfordert. Das Denken wird möglichst abgeschaltet. In diesem Stadium ist man zu den einfachsten Dingen nicht mehr fähig. Ein Einkaufszettel überfordert schon. In den Supermarkt gehen und einkaufen wird unmöglich.

Diese Gedanken sucht man sich nicht aus. Sie sind da und sie haben einen Ursprung. Irgendwo. Mit etwas Glück findet man Therapeuten, die einen in die richtige Richtung lenken. Die einen Ernst nehmen.  In meinem Fall haben mir Medikamente erst einmal das Leben gerettet. Drei Jahre habe ich sie genommen. Dann hatte ich das Gefühl stark genug zu sein, sie abzusetzen.

Doch was mindestens genauso wichtig war, war ein Freund. Jemand, der mir – sehr unaufgeregt – immer wieder wenn meine Gedanken in diese falsche Richtung gelenkt wurden, zeigte, dass ganz viele Menschen solche Probleme haben. Oft denkt man ja, andere kriegen das alles locker hin. Die haben ihr Leben im Griff.

Haben sie nicht unbedingt. Es fällt nur nicht so auf. Die Menschen sprechen selten über ihre kleinen oder großen Niederlagen. Sie haben keine Depressionen. Sie haben gelernt, dass Niederlagen etwas Normales sind. Dass es nicht an einem persönlich liegen muss, wenn etwas nicht klappt. Sondern dass das einfach passiert. Jedem Menschen. Das gehört zum Leben dazu. Sie haben gelernt an Dingen Spaß zu haben, ohne dass sie perfekt sein müssen. Sie haben gelernt, dass eine Niederlage kein persönlicher Weltuntergang ist. Sie können trauern um z. B. eine verlorene Beziehung ohne sich immer selbst die Schuld für alles zu geben. Es gibt nicht immer einen Schuldigen. Meist sind es zwei, manchmal ist es auch keiner. Dann passte es einfach nicht. Gefühle kann man nicht erzwingen.

Obwohl ich die Depression inzwischen soweit bekämpft habe, dass ich ein recht normales Leben führen kann, ist es ein ständiger, kraftraubender Kampf nicht in alte Muster zu verfallen. Es ist so schön, wenn es gut läuft. Ein tolles Gefühl sich begehrenswert zu fühlen, gemocht, beliebt, glücklich. Diese Gefühle möchte man dann festhalten, weil man sie so lange entbehren musste. Man möchte die Zeit anhalten, damit das Gefühl nie mehr geht. Doch so geht Leben nicht. Leben ist ein Auf und Ab zu dem Trauer gehört. Das Leben ist auch sterben. Menschen müssen gehen, viel zu früh, die einem viel bedeutet haben. Sehr viel. Das sind Momente, in denen die Depression lauert. In denen ich mir immer wieder sagen muss, dass es normal ist. Dass ich es akzeptieren muss. Dass es weiter geht. Stabilität wäre dann schön. Doch auch das gibt das Leben nicht immer her. Ein hässliches Sprichwort sagt: Ein Unglück kommt selten allein. Statt Stabilität gibt es Ärger, Streit, der einem doppelt schlimm vorkommt in dem Moment.

Die Trauer annehmen, als etwas Normales. Und alles was zur gleichen Zeit passiert ebenfalls annehmen. Jedes für sich. Einzeln. Das ist nicht leicht. Kostet Kraft. Kostet Tränen. Aber es ist zu schaffen und es wird auch wieder besser. Wenn man es zulässt. Ich bin bereit, diesen Kampf zu kämpfen. Immer und immer wieder. Weil es sich lohnt. Weil ich leben möchte. Weil ich etwas erleben möchte. Das Leben spüren möchte, mit allem was dazu gehört. Ich will raus aus der Opferrolle und lenke mein Leben selbst, soweit es möglich ist.

Ich habe den ersten Kampf gegen die Depression gewonnen, als ich aufhörte gegen sie zu kämpfen und sie annahm. Als ein Teil von mir.

Und jetzt, nehme ich das Leben an. Stück für Stück.