Warum schlecht reden was gut war?

Diese Frage geistert mir schon sehr lange durch den Kopf.

Mir kam der Gedanke, dass Menschen das u.a. aus Selbstschutz tun. Zum Beispiel nach einer Trennung. Man wird verlassen und redet den (Ex)-Partner deshalb schlecht, damit es weniger weh tut? Das wäre eine verständliche Reaktion. Man verschafft dem Schmerz dadurch Erleichterung, dass man sich selbst einredet, dass es gar nicht so schlimm ist den Partner zu verlieren, weil er ja sowieso ein schlechter/gemeiner Mensch ist. Man zählt sich selber all das auf, was schlecht lief, was er einem angetan hat. Schmerz wird in Wut umgewandelt und macht ihn so kurzfristig erträglicher.

Ich gehe hierbei bewusst nicht auf den Grund einer möglichen Trennung ein. Das würde zu weit führen. Mir geht es auch nicht darum zu urteilen. Weder über den, der verlässt, noch über den Verlassenen. Eine Trennung hat oft den Grund, dass ein Partner unter der Beziehung litt.

Manchmal trennen sich die Wege aus anderen Gründen. Ohne Streit. Gerade dann schmerzt eine Trennung besonders, doch dadurch wird der Partner der geht nicht schlechter als vorher.

Liebe hört nach einer Trennung nicht auf. Sie bleibt. Einen Menschen in Liebe gehen zu lassen, wenn er das wünscht, erfordert viel Stärke. Diese Stärke wünsche ich uns allen.

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Ein Gedanke zu “Warum schlecht reden was gut war?

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